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Willkommen auf der Homepage des SV 1921 Mardorf e.V.
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SV Mardorf auf FuPa
Termine---Termine---Termine---Termine
Dienstag, 06.11.2018 / 19:00 Uhr / Training
Donnerstag, 08.11.2018 / 19:00 Uhr / Training, anschl. Spielersitzung
Sonntag, 11.11.2018 / 12:30 Uhr u. 14:30 Uhr / Meisterschaftsspiele gegen Neustadt
Dienstag, 13.11.2018 / 19:00 Uhr / Training
Donnerstag, 15.11.2018 / 19:00 Uhr Training, anschl. Spielersitzung
Sonntag, 18.11.2018 / 12:30 Uhr u. 14:30 Uhr / Meisterschaftsspiele in Niederklein gegen die SG Niederklein/Schweinsberg

Die große Weihnachtsfeier des SV Mardorf findet am Samstag, 22.12.2018 im Bürgerhaus statt. Der Kartenvorverkauf hat bereits begonnen. Eintrittskarten gibt es bei der Bäckerei Dickel, Filiale Mardorf, sowie bei allen Heimspielen im Sportheim.
11.11.2018: SV Mardorf - VFL Neustadt
Bilder/Spielbericht:





Sieg und Unentschieden gegen den VFL Neustadt

Am gestrigen Sonntag konnte sich die erste Mannschaft mit 2:1 gegen den VFL Neustadt durchsetzen (Torschützen: Paul Kobienia und Julian Kräuter), die Reserve zeigte eine gute Reaktion nach der zuletzt deutlichen Niederlage und erkämpfte ein 1:1-Unentschieden (Tor: Justus Züchner).

Im Vergleich zum Rossdorf-Spiel nahm Cheftrainer Karsten Kuhl drei Veränderungen in der Startelf vor. Für Marvin Werneburg, Björn Haase und Florian Mantey rutschten Co-Trainer Lukas Greb sowie Lukas Wilschke und Alican Akbas in die Anfangsformation. Das Spiel nahm vom Start weg an Fahrt auf. Es entwickelte sich eine muntere Partie, in der vor allem der SVM mit Tempo den Weg nach vorne suchte und schnell strukturierte Aktionen generieren konnte. Nach nicht einmal einer gespielten Minute tauchte Mardorfs Goalgetter Paul Kobienia frei vor Neustadts Torhüter Kurt Nittner auf, ließ das 1:0 aber liegen. Sechs Zeigerumdrehungen später servierte Julian Kräuter via Hacke für Lukas Greb, doch Neustadts Schlussmann Nittner war zur Stelle. Und nach 12 Minuten war Nittner beim nächsten Hochkaräter erneut im Blickpunkt des Geschehens: Lukas Greb bediente zunächst Alican Akbas, der geschickt einen Gegenspieler aussteigen ließ, den Ball in Richtung Tor zirkelte, doch Nittner lenkte die Kugel in höchster Not zur Ecke. Der SVM drang in der Anfangsviertelstunde häufig in die gefährlichen Räume ein, den Neustädtern hingegen fehlten die zündenden Ideen für ihr Offensivspiel.

Nach 15 Minuten schickte Lukas Wilschke mit einem schönen Steilpass Paul Kobienia auf die Reise, der jedoch aus halbrechter Position verzog. Und eine Minute später dribbelte sich Co-Trainer Lukas Greb im Neustädter Defensivverbund fest, Nutznießer dieser Aktion war Julian Kräuter, der die Kugel in Richtung Tor hämmerte, doch in VFL-Keeper Nittner seinen Meister fand. Nun verflachte die Partie etwas, da der SVM den Fuß vom Gaspedal nahm und beide Teams taktisch sehr diszipliniert agierten, wodurch Offensivaktionen zunächst Mangelware blieben. Die Neustädter zogen sich bis hinter die Mittellinie zurück und schoben dann auf Kommando überfallartig auf den Mardorfer Defensivverbund, welcher sich hierdurch jedoch nicht aus der Ruhe bringen ließ. In der Folge bediente Lukas Greb per Kopf Alican Akbas, dessen Volleyabnahme am Tor vorbeistrich (25.), Lukas Wilschke steckte für Lukas Greb durch, der das Leder jedoch nicht an Keeper Kurt Nittner vorbeibringen konnte (35.). Die einzig wirklich gefährliche Gästeaktion in Durchgang eins hatten die Ostkreisler in Person von Saschs Blöss. Ein langer Ball landete bei Neustadts Routinier, der im Fallen SVM-Keeper Ebinger überlupfte, doch Mardorfs Schlussmann reagierte schnell und lenkte das Leder sehenswert über den Querbalken (44). Dies sollte dann auch die letzte Aktion in Halbzeit eins sein, der umsichtig leitende Schiedsrichter Christoph Witzel bat zum Pausentee.

Die erste Aktion nach dem Kabinengang gehörte zunächst den Gästen. Eine punktgenaue Flanke landete bei Tolga Cetincelik, dieser bugsierte das Leder volley in Richtung SVM-Tor, der Ball ging hauchzart am Gehäuse vorbei. Drei Minuten nach dem Seitenwechsel ließ die SVM-Offensive dann einmal mehr ihre Muskeln spielen. Alican Akbas bediente mit einem herrlichen Pass in die Schnittstelle der Neustädter Abwehr Paul Kobienia, der eiskalt zum 1:0 abschloss. Doch die schwarz-gelbe Freude sollte nicht lange anhalten. Nach 54 Minuten foulte Lukas Wilschke Neustadts Kapitän André Breuer im Strafraum, klare Angelegenheit: Elfmeter. Diese Chance ließ sich Neustadts Torjäger Tom Bauscher nicht nehmen, SVM-Keeper Ebinger hatte die Ecke geahnt, sich beim platzierten Schuss aber vergebens lang gemacht. Und Neustadt ergriff nun die Initiative. Ein Freistoß landete bei Sascha Blöss, der knapp verzog (58.), vier Minuten später musste Keeper Ebinger seine ganze Klasse auf den Platz bringen und einen Freistoß von Tom Bauscher entschärfen.

Die Mardorfer Anhänger mussten sich bis zur 63. Minute gedulden, ehe sie wieder eine Offensivaktion ihres Teams zu sehen bekamen. Der kurz zuvor eingewechselte Florian Mantey wurde von Johannes Greb lang geschickt, doch im Fallen konnte Mantey das Spielgerät nicht kontrolliert in Richtung Tor bringen. Ein ruhender Ball sollte dann für die Entscheidung sorgen. In Minute 74 legte sich Julian Kräuter das Spielgerät in halblinker Position zurecht, schlug den Ball scharf in den Strafraum, wo dieser dann an Freund und Feind vorbei ins lange Toreck segelte. In der Folge tat sich dann nicht mehr viel. Die Heimelf verwaltete das Geschehen geschickt und setzte noch zwei offensive Nadelstiche, die jedoch die Hände von Neustadts Torhüter Nittner fanden (Kobienia auf Mantey, 76., Kobienia zu Haase, 85.).

Und so ging der SVM mit einer grundsoliden Leistung als verdienter Sieger vom Feld. Vor allem defensiv standen die Kuhl-Schützlinge sehr geordnet und hatten die Neustädter Offensive weitestgehend gut im Griff. Schiedsrichter Christoph Witzel hatte mit der fairen Begegnung keinerlei Probleme.

Die Reserve konnte am gestrigen Sonntag einen Punktgewinn verbuchen. Mit Unterstützung der Alten Herren in Person von Stefan Ivo sowie Bela Arendt aus der A-Jugend zeigte sich die Brandwein-Elf im Vergleich zum Rossdorf-Spiel deutlich formverbessert und hatte im Vergleich zu den Gästen wenig Mühe, sich mit dem Geläuf auf dem Sportgelände Oberwiese anzufreunden. Die Neustädter gingen zunächst durch Johannes Bauscher in der 51. Minute in Führung, doch der SVM glich durch Justus Züchner nach schöner Vorarbeit von Spielertrainer Brandwein zum 1:1 aus (54.).

Am nächsten Sonntag sind beide Mardorfer Teams bei der SG Niederklein/Schweinsberg zu Gast. Vorbericht folgt wie gewohnt an dieser Stelle.

Bilder: Christoph Stephany







Vorbericht:

Nächstes Topspiel: SVM empfängt den VFL Neustadt

Die Derbyniederlage ist verdaut, seit der Trainingseinheit am Dienstagabend richten Trainerteam und Mannschaft ihren Fokus auf das nächste Top-Spiel gegen den VFL Neustadt, welches gleichzeitig auch die Rückrunde einläutet.

Nach der unglücklichen Derbyniederlage am vergangenen Sonntag verließen die schwarz-gelben Kicker das Feld noch mit gesenkten Köpfen, aber bereits in der Trainingseinheit am Dienstag konnte man bei der Mannschaft von Cheftrainer Karsten Kuhl feststellen, dass die unglückliche Niederlage verarbeitet und jeder Spieler fest gewillt und hochmotiviert ist, gegen den VFL Neustadt wieder Punkte einzufahren. Das dies kein leichtes Unterfangen werden wird, liegt auf der Hand. Der VFL strebt nach wie vor an, den direkten Wiederaufstieg in die Kreisoberliga zu schaffen und ließ in den letzten Wochen, nach einem zwischenzeitlichen Ergebnistief, wieder seine spielerische Klasse aufblitzen und so konnte die Elf von Trainer Mario Selzer aus den letzten sechs Spielen fünf Siege erringen, lediglich gegen den SV Großseelheim hatten die Ostkreisler mit 1:2 das Nachsehen. Dadurch schob sich der VFL auch in der Tabelle wieder nach vorne und belegt derzeit mit 29 Punkten und 41:24 Toren Tabellenrang sechs. Mit nur einem Punkt mehr und einem Torverhältnis von 41:25 ist der SVM derzeit Tabellenvierter. Die Mardorfer Mannschaft, die mit neun Siegen, drei Remis und lediglich drei Niederlagen eine tolle Hinrunde gespielt hat, ist fest entschlossen, den Platz in den oberen Tabellenregionen mit mindestens einem Punktgewinn am Sonntag zu festigen. Da kommt es dem Mardorfer Trainerduo Kuhl/Greb sicher mehr als gelegen, dass bis auf den Langzeitverletzten Leon Schick alle Spieler an Bord sind und sich somit verschiedene taktische und personelle Möglichkeiten ergeben.

Vergleicht man den oben erwähnten Punkte- und Torestand der beiden sonntäglichen Kontrahenten lässt sich feststellen, dass beide Teams relativ gleichauf liegen. Zudem haben beide Mannschaften zwei brandgefährliche Torjäger in ihren Reihen. SVM-Stürmer Paul Kobienia konnte bisher in 15 Spielen 18 Tore erzielen, Neustadts Tom Bauscher traf 16 Mal ins Schwarze. Die Zuschauerinnen und Zuschauer dürfen sich somit wohl auch am Sonntag wieder auf ein spannendes und gutklassiges A-Ligaspiel freuen. Hierauf deutet auch die gute Heim- bzw. Auswärtsbilanz der beiden Mannschaften hin. Mardorf belegt trotz der vergangenen Niederlage weiterhin Platz eins der Heimtabelle, der VFL Neustadt konnte 16 Punkte auf fremden Plätzen entführen und ist aktuell vierter in der Auswärtstabelle.

Mit den Neustädtern ist ferner noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen, denn in Neustadt verlor die Kuhl-Elf nach Toren von Tolga Cetincelik (39.) und Tom Bauscher (84.) mit 2:0. In diese Kerbe schlägt auch der Cheftrainer im Vorbericht der Oberhessischen Presse. „Wir haben gegen die Neustädter aus dem Hinspiel noch etwas gutzumachen“, so Karsten Kuhl. Rückblickend auf das Derby resümiert Kuhl: „Wir waren die aktivere Mannschaft, haben uns aber in zwei Situationen nicht so gut angestellt.“ Der Vorsitzende des VFL Neustadt, Klaus Busch, bescheinigt seiner Mannschaft in deren letzten Spiel in Bauerbach eine gute Leistung. „Wir müssen jetzt nachlegen. Die letzten Ergebnisse haben unser Selbstvertrauen gestärkt“, so der VFL-Vereinspräsident.

Für die zweite Mannschaft ist am Sonntag Wiedergutmachung angesagt. Nach der bitteren Derbypleite heißt es nun gegen Neustadt aus einer sicheren Defensive heraus zu agieren, hinten solange wie möglich die Null zu halten und eine deutliche spielerische wie kämpferische Reaktion zu zeigen. Der VFL Neustadt II belegt derzeit mit 12 Punkten und 16:22 Toren Tabellenplatz sieben, die Brandwein-Elf ist Tabellenzehnter mit acht Punkten und 16:35 Toren.

Die Partie der ersten Mannschaft wird von Schiedsrichter Christoph Witzel geleitet, der seit dieser Saison auch Klassenleiter der A-Liga ist. Witzel gibt die Partie um 14:30 Uhr frei, der Anstoß der Reserve erfolgt um 12:30 Uhr. Wir freuen uns auf zwei tolle Heimspiele, unterstützt unsere Mannschaften bei ihren schweren Spielen gegen den VFL Neustadt.

04.11.2018: SV Mardorf - RSV Rossdorf
Spielbericht:





Es hat nicht sollen sein: Mardorfs Unbesiegbar-Serie reißt ausgerechnet gegen den Erzrivalen aus Rossdorf

Viel wurde in den letzten Tagen über das Derby und Spitzenspiel geschrieben und gesprochen, gestern war es dann endlich soweit: Der SV Mardorf empfing den RSV Rossdorf zum ewig jungen Derby der A-Liga. Rund 250 Zuschauerinnen und Zuschauer gaben der Partie einen tollen Rahmen und vor allem die fünf Tore wurden von beiden Fanlagern emotional bejubelt. Das glücklichere Ende hatten die Rossdorfer dann für sich und ein von beiden Seiten gut geführtes und über weite Strecken auch faires Spiel endete mit 2:3 für die Gäste.

Vor Spielbeginn beteiligten sich beide Mannschaften zunächst am „Aktionsspieltag Schiedsrichter“, den der Kreisschiedsrichterausschuss Marburg ins Leben gerufen hatte, um neue Unparteiische zu werben. Referee Helmut Schwalm, der jederzeit ein sicherer Leiter des Derbys war, gab das Spiel dann frei und der SVM übernahm vom Start weg an zunächst die Kontrolle und war optisch überlegen. Erste Offensivaktionen verpufften jedoch noch, eine Ecke für den SVM brachte nichts ein (6.), ebenso ein Freistoß, den Julian Kräuter kurz auf Johannes Greb spielte und dessen Querpass zur Ecke geklärt werden konnte (7.), in deren Folge ein Kopfball von Julian Kräuter auf die Oberkante der Latte klatschte. Die Gäste tauchten das erste Mal nach acht Minuten vor dem SVM-Gehäuse auf, Abalhids Torschuss landete jedoch in den Baumgipfeln. Die Mardorfer hatten eine gute Präsenz, doch es fehlte an Ideen, die klug gestaffelte RSV-Defensive zu überwinden. Björn Haase versuchte dies nach elf Minuten mit einem überlegten Pass auf Paul Kobienia, doch Rossdorfs Schlussmann Henrik Hübner hatte den Braten gerochen und fischte das Spielgerät ab. Die Rossdorfer bekamen in der 20. Minute einen Freistoß zugesprochen, nachdem der agile Daniel Lanio RSV-Spieler André Abalhid zu Fall brachte. Rossdorfs bulliger Angreifer Mark Nemet legte sich die Kugel in rund 23 Metern Torentfernung zurecht, SVM-Schlussmann Ebinger ging auf Nummer sicher und ließ den Ball zur Ecke abtropfen.

Wie aus dem nichts gingen die Gäste in der 23. Spielminute dann in Führung. Rossdorfs Andre Abalhid konnte sich, nachdem die Heimelf den Ball in der Offensive verloren hatte, im Laufduell gegen zwei Mardorfer Bewacher behaupten und überwand dann noch geschickt SVM-Schlussmann Thomas Ebinger zum überraschenden 0:1. Und die Rot-Weißen behielten den Vorwärtsgang jetzt bei, der SVM musste sich kurz schütteln, die Kuhl-Elf zeigte sich in der Folge etwas verunsichert und verlor den Zugriff aufs Spiel. Nur drei Minuten später zog Abalhid erneut an, ließ Till Stephany und Niklas Rhiel stehen, schaffte es aber in dieser Situation nicht, den Ball im Mardorfer Gehäuse unterzubringen. Der RSV legte seine zunächst abwartende Spielweise nun mehr und mehr ab und konnte vermehrt Offensivaktionen verzeichnen. Ein schöner Diagonalball landete bei Rossdorfs Kapitän Yanik Schick, der Marvin Werneburg aussteigen ließ und dann zum Torabschluss kam, doch SVM-Keeper Ebinger hielt das Stoppschild mittels Fußabwehr hoch (29.). Es dauerte bis zur 36. Minute, ehe auch der SVM wieder in die Rossdorfer Gefahrenzone vordringen konnte. Daniel Lanio schickte Julian Kräuter auf die Reise, seine Flanke wurde abgeblockt, die Kugel landete bei Johannes Greb, dessen Direktabnahme aus rund 20 Metern verfehlte das Ziel aber deutlich. Zwei Zeigerumdrehungen später versuchte es Greb erneut aus der Distanz, verzog aber denkbar knapp. Sechs Minuten vor dem Kabinengang zeigten die Gäste den letzten konstruktiven Angriff in Abschnitt eins. André Abalhid ließ zunächst drei Mardorfer stehen und wurde dann von Niklas Rhiel an der Strafraumgrenze unsanft von den Beinen geholt. Drei Rossdorfer legten sich das Leder zum Freistoß zurecht, zwei liefen über den Ball, der einzig übrig gebliebene Spieler Florian Neubauer war dann der Freistoßschütze, doch auch die Täuschungsmanöver halfen nichts, Neubauer setzte das Leder weit neben das SVM-Tor. Halbzeit.

Der zweite Abschnitt begann wie Durchgang eins. Rossdorf agierte zunächst abwartend, dem SVM fehlte es zunächst noch an Ideen und Durchschlagskraft, um die defensiv aufmerksamen Gäste in Bedrängnis zu bringen. Mit dem ersten gelungenen Angriffszug in Abschnitt zwei konnte der SVM dann aber zur Freude der zahlreichen Schwarz-Gelben Fans ausgleichen. Björn Haase hatte sich im Rücken von Simon Schmitt freigestohlen, Julian Kräuter hatte dies erkannt und bediente Haase punktgenau mit einem schönen Diagonalball, Haase legte quer zu Kobienia und „Paule“ stellte mit dem Ausgleichstor die Zeiger wieder auf null (55.). Doch die Schwarz-Gelbe Freude währte nur kurz. Denn drei Minuten später kam Rossdorfs Mittelfeldmotor Jan Niklas Rausch auf der linken Außenbahn an den Ball, lief mit diesem am Fuß quer vor den Mardorfer Strafraum und setzte das Leder dann aus 20 Metern flach ins Toreck.

In der Folge entwickelte sich das Derby zu einem von Zweikämpfen geprägten Spiel, beide Teams ließen mit hoher Laufintensität kaum Platz für zielgerichtete Kombinationen. Bis zur 75. Minute: der eingewechselte Lukas Wilschke bediente geschickt Kapitän Johannes Greb, der das Auge für den im Strafraum lauernden Paul Kobienia hatte und dieser vollendete gekonnt zum erneuten Ausgleich. Dieser war Wasser auf die Mühlen des SVM, die das Spiel fortan wieder mehr kontrollierten und wieder die Initiative ergriffen. Zwei Minuten nach dem Ausgleich bugsierte erneut Kobienia das Leder im Fallen in Richtung Tor, Rossdorfs Schlussmann Hübner wehrte ab, der Ball landete bei Julian Kräuter, dessen Schuss vom Rossdorfer Defensivverbund in höchster Not zur Ecke geklärt wurde. In der 80. Minute zwang Mardorfs Alican Akbas RSV-Keeper Hübner zu einer vorzüglichen Parade, Akbas Distanzschuss senkte sich gefährlich ab, doch Hübner rettete sehenswert zur Ecke. Die spielentscheidende Szene ereignete sich dann in Minute 83. Mardorfs Niklas Rhiel konnte das Spielgerät per Kopf nicht aus der Gefahrenzone klären und beförderte den Ball direkt vor die Füße von Rossdorfs Walid Merzai. Dieser machte sich auf den Weg in Richtung SVM-Tor und wurde im Strafraum von Rhiel zu Fall gebracht. Klare Sache: Elfmeter und Gelb-Rote Karte, da Rhiel bereits verwarnt war. Den fälligen Strafstoß verwandelte RSV-Kapitän Yanik Schick ins untere rechte Toreck. SVM-Schlussmann Ebinger hatte die Ecke geahnt, sich aber vergebens lang gemacht.

Und so musste der SVM nach vielen Wochen ohne Niederlage den Platz als Verlierer verlassen. Ein ungewohntes Gefühl. Gegen vor allem defensiv gut eingestellte und zumeist aufmerksame Rossdorfer fehlten des Öfteren die zündenden Ideen in der Offensive, um die Gästeabwehr in Verlegenheit zu bringen. Einen Vorwurf kann man den Schwarz-Gelben aber nicht machen. Sie präsentierten sich zweikampfstark, legten eine hohe Laufintensität an den Tag, waren vom Trainergespann Kuhl/Greb bestens eingestellt und hätten ein Unentschieden verdient gehabt. Sei es drum! Am Sonntag wartet bereits der nächste schwere Brocken auf den SVM, denn dann ist der VfL Neustadt zu Gast.

Abschließend noch drei Sätze zur zweiten Mannschaft:
die gestrige Leistung der Mardorfer Reserve ist nur schwer in Worte zu fassen. Hoffnungslos unterlegen musste sich die Brandwein-Elf dem RSV mit 0:7 geschlagen geben, das Resultat war auch in dieser Höhe verdient. Die Treffer für die Gäste erzielten Marvin Rockensüß (2., 17., 32.), Kevin Bartsch (8., 49.) sowie Johannes Schürmann (41., 61.).





…nur noch wenige Stunden bis zum Derby/Spitzenspiel. Wir freuen uns auf eine tolle Kulisse und ein großartiges Spiel. Bis später!







Vorbericht:

Das ewige Derby der A-Liga wird zum Spitzenspiel: Der SV Mardorf empfängt den RSV Rossdorf

Was vor der Saison wohl nur die wenigsten Fußballkenner im heimischen Sportkreis vermutet hätten, wird am kommenden Sonntag eintreten: mit dem SV Mardorf und dem RSV Rossdorf stehen sich nicht nur zwei Nachbarschaftsrivalen gegenüber, darüber hinaus ist das sonntägliche Duell das absolute Spitzenspiel der A-Liga Marburg am kommenden Wochenende. Besondere Spiele bedürfen besonderer Vorberichte, demzufolge fällt der heutige Bericht ein wenig länger aus als sonst üblich.

Die Duelle zwischen dem SVM und den Nachbarn aus Rossdorf haben eine lange Tradition und Geschichte. Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges 1945 standen sich beide Kontrahenten in bisher 62 zum Teil emotionalen und hochinteressanten Meisterschaftsspielen gegenüber. Doch das dieses Nachbarschaftsduell auch gleichzeitig ein Spitzenspiel in der jeweiligen Liga ist, dass gab es seit dem 28.05.1950 (!!) nicht mehr. Gerne werfen wir dir daher einen Blick in das Archiv von Vereinspräsident Helmut Kräling, denn zum damaligen Spiel gibt es noch einige Aufzeichnungen:

Seinerzeit spielte der SV Mardorf in Rossdorf und in dieser Partie ging es um die damalige Gruppenmeisterschaft. Beide Mannschaften standen punktgleich an der Spitze der Gruppe II der B-Klasse und der Sieger hatte eine hervorragende Ausgangsposition zum A-Ligaaufstieg. Die Presse berichtete seinerzeit von einer großen Zuschauermenge, besonders von Mardorf her sah man die reinste Völkerwanderung. Die Rossdorfer traten die Partie zunächst nur mit neun Spielern an, da ein Spieler erst 10 Minuten nach dem Anpfiff kam, ein weiterer ließ fast 30 Minuten auf sich warten. In der Partie stand es trotzdem lange 0:0 und das Spiel wurde nie das, was sich die vielen Zuschauer erhofften. Laut dem damaligen Bericht spielte die Rossdorfer Mannschaft sehr lustlos, es wirkte so, als habe man sich abgesprochen und wollte die Mardorfer gewinnen lassen. Als dann noch ein Rossdorfer Akteur verletzt vom Feld musste, brach das Unheil über den RSV herein. Der SVM konnte in Führung gehen, Rossdorf verschoss in der Folge einen Elfmeter und nach Wiederanpfiff zogen die Mardorfer dann auf 2:0 davon. Anstatt nun auf den Ausgleich zu drängen, ließ der RSV nach und Mardorf konnte mit dem dritten Tor den Sieg sicherstellen. Das Spiel endete somit 1:3 für den SVM, wie das Rossdorfer Tor zustande kam, ist leider nicht überliefert. Der Sieg am 28.05.1950 war der erste Sieg den der SVM gegen den RSV erringen konnte, die Freude war laut dem Archivbericht natürlich groß.

Und wo die Geschichtsbücher schon einmal aufgeschlagen sind, schauen wir auch noch einmal auf die Gesamtstatistik aller bisher stattgefundenen 62 Meisterschaftsderbys seit 1945, was wohl vor allem die hier mitlesenden Rossdorfer freuen dürfte. Der SV Mardorf konnte seit dem ersten Nachkriegsspiel am 27.11.1949 21 Derbys gewinnen, 33 Spiele gingen verloren und nur achtmal trennten sich die beiden Rivalen mit einer Punkteteilung. Nach der 3-Punkte-Regelung, die bekanntlich bei früheren Spielen noch nicht galt, bedeutet dies: Mardorf holte bisher 71 Punkte, Rossdorf konnte bis dato 107 Zähler einfahren. Das Mardorfer Torverhältnis in den Derbys beläuft sich bisher auf 104:125 Toren. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Helmut Kräling für die Einblicke in sein Archiv.

Das soll es dann aber auch mit der Vergangenheit gewesen sein, denn die beiden sonntäglichen Kontrahenten spielen in der laufenden Spielzeit einen sehr erfolgreichen Ball, sodass man auch gerne die Gegenwart beleuchtet. Der RSV Rossdorf hat einen Großteil seines Personals im Sommer ausgetauscht und ihre Mannschaft verjüngt. Mit Sebastian Gropp und André Zink übernahmen zwei ebenfalls noch sehr junge Trainer die sportlichen Geschicke beim RSV und der Plan der Nachbarn geht bisher auf. Der RSV steht mit 31 erspielten Punkten, darunter neun Siege, vier Unentschieden sowie einer Niederlage, und einem Torverhältnis von 33:20 auf Tabellenplatz zwei. Doch der RSV spürt schon den schwarz-gelben SVM-Atem im Nacken, denn auch der SV Mardorf spielt in der laufenden Runde einen stabilen Ball. Die Mannschaft von Cheftrainer Karsten Kuhl hat bisher einen Zähler weniger als der RSV erspielt (30 Punkte), konnte wie die Rossdorfer neun Spiele gewinnen, spielte drei Mal unentschieden und verließ zwei Mal als Verlierer das Feld (Tabellenplatz drei). Zu Hause ist der SVM unterdessen weiter eine Macht. Die Schwarz-Gelben spielten auf eigenem Geläuf erst zwei Mal unentschieden, alle weiteren sechs Heimspiele konnte das Team gewinnen. Aber: der RSV Rossdorf konnte bisher auswärts 19 Punkte einfahren, es trifft daher am Sonntag auch die beste Heimmannschaft auf die zweitbeste Auswärtsmannschaft.

Im Vorfeld der Partie war Daniel Lanio zu Gast bei der SVM-Onlineredaktion. Lanio ist in Sachen Nachbarschaftsderby fast schon ein alter Hase, er konnte bereits tolle Derbysiege feiern (z. B. der 1:6-Sieg in der Spielzeit 2009/2010 oder der 1:7-Sieg in der vergangenen Saison), hat aber auch schon deftige Derbyklatschen erfahren müssen (z. B. die 6:0-Auswärtsniederlage in der Spielzeit 2011/2012 oder die 1:5-Heimpleite in der Saison 2013/2014). Mit Blick auf Sonntag ist Lanio jedoch äußerst optimistisch gestimmt: „Wir strotzen zur Zeit vor Selbstvertrauen und glauben an unsere Stärke, zudem haben wir derzeit einen Lauf von elf ungeschlagenen Spielen in Folge. Gegen Rossdorf haben wir unser letztes Heimspiel in der Hinrunde und sind zu Hause in dieser Saison noch ungeschlagen. Auf heimischem Platz haben wir den zweitbesten Sturm und die zweitbeste Defensive der Liga und haben seit drei Spielen kein Gegentor mehr gefangen und dabei zehn Tore geschossen, bisher konnten sich unsere Gäste immer warm anziehen. Ein solches Derby ist immer etwas Besonderes und in diesem Jahr ist es sogar ein Topspiel. Wir wollen ganz klar das Derby für uns entscheiden und unsere Erfolgsserie fortsetzen. Man merkt zurzeit jedem Spieler an, wieviel Spaß es ihm macht Fußball zu spielen und daran müssen wir anknüpfen.“

Im Vorbericht der Oberhessischen Presse kamen wie gewohnt die beiden Trainer zu Wort. Mardorfs Cheftrainer Karsten Kuhl gab zu verstehen: „Dieses Derby geistert schon seit Wochen in den Köpfen unserer Spieler herum. Man bekommt mit, was das Derby bedeutet. Ich erwarte ein enges, kampbetontes Spiel“. Rossdorfs Trainer Sebastian Gropp schiebt die Favoritenrolle dem SVM zu: „Mardorf ist für mich leichter Favorit. Der Tabellenstand ist zweitrangig. Wichtiger ist die Weiterentwicklung unserer jungen Mannschaft.“

Das Spiel der Reserven ist ebenfalls ein Duell der Tabellennachbarn, nur das beide Teams nicht so weit oben stehen wie die jeweiligen ersten Mannschaften. Der SVM II belegt derzeit mit acht Punkten Tabellenplatz 10, konnte bisher zwei Spiele gewinnen, erkämpfte zwei Unentschieden und musste fünf Mal als Verlierer das Feld verlassen. Gleiches trifft auf den RSV Rossdorf II zu, die jedoch aufgrund des besseren Torverhältnisses (20:31 im Vergleich zu 16:28) einen Platz vor dem SVM II steht.

Unter der Woche sagte ein SVM-Fan, der schon unzählige Derbys zwischen den beiden Rivalen verfolgt hat: „Wer zu so einem Derby mit gleichzeitigem Spitzenspielcharakter nicht auf den Sportplatz geht, hat für den Kreisligafußball nichts übrig!“ Dem ist nichts hinzuzufügen. Wir sehen uns auf dem Sportplatz! Die Schiedsrichter geben die Begegnungen um 12:15 Uhr bzw. 14:30 Uhr frei. Wir freuen uns auf eine tolle Kulisse und wünschen dem Derby einen spannenden und fairen Verlauf.
28.10.2018: FSV Schröck II - SV Mardorf
Spielbericht:




Auswärtssieg in Schröck und Testspielerfolg in Caldern

Der SV Mardorf hat sich am gestrigen Sonntag siegreich bei der zweiten Mannschaft des FSV Schröck durchgesetzt. Die Mannschaft von Cheftrainer Karsten Kuhl gewann aufgrund einer starken zweiten Hälfte verdient mit 6:0, die Tore erzielten Paul Kobienia (3x), Florian Mantey, Kapitän Johannes Greb und Björn Haase. Die zweite Mannschaft war beim TSV Caldern II zu Gast und auch dieses Spiel konnte der SVM für sich entscheiden. Jens Schick traf per Doppelpack zum Sieg im Testspiel.

Die rund 50 mitgereisten Mardorfer Fans bekamen in der ersten Hälfte stellenweise fußballerische Magerkost in Schröck geboten. Zwar war der SVM die optisch spielbestimmende Mannschaft, konnte sich aber nur wenige Hochkaräter erarbeiten, da oftmals Timing, Präzision und Ideen im Passspiel fehlten. Cheftrainer Kuhl nahm im Vergleich zum letzten Spiel zwei Änderungen in der Startelf vor. Für Björn Haase rückte Julian Kräuter ins Team, Florian Mantey ersetzte Alican Akbas. Der SVM war von Beginn an bemüht, dem Spiel seinen Stempel aufzudrücken, was mal mehr und mal weniger gelang. Nach zwei Minuten schickte Till Stephany Daniel Lanio auf die Reise, seine Flanke von der rechten Außenbahn landete jedoch hinter dem Schröcker Gehäuse. Drei Minuten später legte Kräuter das Spielgerät nach einer Ecke auf Paul Kobienia zurück, der jedoch verzog. In der siebten Minute ging der SVM dann in Person von Florian Mantey in Führung. Die Schröcker Defensive klärte das Spielgerät unzureichend direkt vor die Füße von Mantey, dieser ließ den Ball noch einmal auftippen und hämmerte das Leder unhaltbar ins Gehäuse. Wer nun dachte dieses Tor würde dem Mardorfer Spiel etwas mehr Sicherheit geben, wurde zunächst enttäuscht. Zwar konnten die Gäste die größeren Offensivaktionen verzeichnen, die jedoch erst einmal keine weiteren Torerfolge einbringen sollten. So bediente zum Beispiel Paul Kobienia nach schönem Wilschke-Zuspiel Julian Kräuter, dessen Torschuss von Schröcks Routinier Oliver Braun zur Ecke geklärt wurde (14.). In der Folge kam auch die Heimelf zu ihren ersten Offensivaktionen. In der 16. Minute gab Schröcks Fitim Braha einen Distanzschuss ab, verfehlte das Ziel aber deutlich. Nach 24 Minuten versuchte Andreas Wilschke sein Glück ebenfalls aus der Ferne, fand aber in Keeper Ebinger seinen Meister. Der SVM konnte in Durchgang eins noch zwei nennenswerte Angriffszüge verzeichnen, von denen der Letzte das 0:2 bringen sollte. Zunächst war Julian Kräuter der Nutznießer eines Missverständnisses zwischen Schröcks Josef Bodenbenner und seinem Mitspieler Andreas Wilschke, Käuter lief alleine auf das Heimtor zu, der Winkel war jedoch letztlich zu spitz um erfolgreich abzuschließen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff brachte Julian Kräuter einen Freistoß aus halblinker Position in den Strafraum auf Paul Kobienia, die Schröcker wollten die Situation bereinigen doch der Ball landete bei Kapitän Johannes Greb, der aus der Drehung zum 0:2 verwandelte (44.).

Cheftrainer Karsten Kuhl und Co-Trainer Lukas Greb schienen dann in der Kabinenansprache die richtigen Worte gefunden zu haben, denn in Abschnitt zwei zeigte sich der SV Mardorf stark formverbessert, spielte munter nach vorne und lief stellenweise richtig heiß. Personell ersetzte Alican Akbas den emsigen Lukas Wilschke. Die erste Chance in Abschnitt zwei hatte jedoch die Heimelf, Mardorfs Niklas Rhiel verlor die Kugel an Schröcks Manuel Ahadi-Schleich, der alleine auf das Tor zulief aber SVM-Keeper Ebinger nicht überwinden konnte (52.). Drei Zeigerumdrehungen später baute der SVM seine Führung aus. Alican Akbas bediente geschickt Paul Kobienia, der zum 0:3 verwandelte. Und Mardorf hätte wenig später erneut erhöhen können. Wieder war es eine Co-Produktion zwischen Akbas und Kobienia, letzterer nahm das Spielgerät mit der Brust an, verzog dann jedoch mittels Drehschuss. Gleiches Bild nach 65 Minuten, als Akbas wieder Kobienia in Szene setzte, der aber am Schröcker Schlussmann scheiterte. Der SVM zeigte sich deutlich passsicherer als noch in Abschnitt eins, die Kuhl-Elf ließ den Ball sicher zirkulieren und den Gegner laufen. Das erkannten auch die Schröcker an, O-Ton des Pressesprechers in der Oberhessischen Presse: „Nach der Pause war das ein Klassenunterschied. Die haben mit uns Katz und Maus gespielt“.

Dann wechselte der SVM aus, für den agilen Frederik Rosenberg kam Björn Haase in die Partie, Julian Kräuter zog sich auf die 6er-Position zurück und überließ Haase den Platz im vorderen Zentrum. Und schon wenig später ging es für die Heimelf dann wieder einmal zu schnell: nach 70 Minuten steckte der stark aufspielende Florian Mantey auf Daniel Lanio durch, der mit dem Ball am Fuß kurz abstoppte, via Außenriss-Pass auf Alican Akbas spielte, Akbas scheitere bei seinem Torabschluss am Schröcker Keeper, sodass Paul Kobienia Nutznießer dieses Angriffes wurde und per Abstauber auf 0:4 erhöhte. Und fünf Minuten später ging es weiter mit der Mardorfer Glückseligkeit, als Paul Kobienia seinen ersten Hattrick im Trikot des SVM erzielte. Zunächst bediente er Haase, der dann wieder uneigennützig auf Kobienia ablegte und „Paule“ hatte wenig Mühe aus kurzer Distanz seinen 16. Saisontreffer zu erzielen, der ihm nebenbei auch die vorübergehende Führung in der Torjägerliste der A-Liga einbrachte. Die Schlusspunkte einer unterhaltsamen zweiten Hälfte setzte dann Björn Haase nach 80 bzw. 89 Minuten. Der aufgerückte Till Stephany hatte das Auge für Florian Mantey, der quer vor das Tor zu Björn Haase spielte und dieser schloss trocken zum 0:6 ab. Eine Minute vor Spielende hätte Haase nochmals nach feinem Greb-Zuspiel erhöhen können, brachte aber das Kunststück fertig, die Kugel aus fünf Metern freistehend über das Tor zu bugsieren.

Aufgrund der zweiten Halbzeit geht der Mardorfer Sieg definitiv in Ordnung. An diese Leistung heißt es am nächsten Sonntag anzuknüpfen, denn dann kommt es in Mardorf zum Topspiel zwischen dem SVM (Tabellendritter) und dem RSV Rossdorf (Tabellenzweiter). Vorbericht folgt wie gewohnt an dieser Stelle.

Abschließend sei noch erwähnt, dass der SV Mardorf seit dem 26.08. ungeschlagen ist (neun Siege, zwei Unentschieden), eine tolle Serie, die gerne noch lange Bestand haben darf!



Vorbericht:

SVM zu Gast beim FSV Schröck II

Am Sonntag tritt der SV Mardorf beim derzeitigen Tabellenschlusslicht der A-Liga Marburg, dem FSV Schröck II, an (Anpfiff: 15:00 Uhr). Die SVM-Reserve absolviert ein Testspiel beim TSV Caldern (Anpfiff: 12:15 Uhr).

Der SV Mardorf schwebt nach nunmehr zehn ungeschlagenen Spielen in Folge weiter auf einer Erfolgswelle. Die Schwarz-Gelben agieren als kompakte und homogene Mannschaft, die die Vorgaben des Trainergespanns Karsten Kuhl/Lukas Greb mit Bravour umzusetzen weiß. In der Vorsaison war die Offensive bereits mit das Prunkstück des Mardorfer Spiels, nun steht der SVM auch defensiv geordnet und wirkt im Vergleich zur vergangenen Spielzeit deutlich gefestigt. Bis auf das Auswärtsspiel bei der FSG Südkreis, in dem der SVM sieben Tore hinnehmen musste, wirkt der Defensivverbund unverkennbar stabiler und so konnte Schlussmann Ebinger auch schon vier Mal seinen Kasten gänzlich sauber halten. Doch eines ist auch klar: beim SV Mardorf wird man nicht müde zu betonen, dass trotz des aktuellen Höhenfluges die Saisonziele nicht korrigiert werden. Gerade die letzte Saison hat deutlich gemacht, wie schnell man nach einigen weniger erfolgreichen Spielen in der Tabelle abrutschen kann.

Nichtsdestotrotz geht der SVM am Sonntag als Favorit in die Partie. Dies ist wenig verwunderlich, da die Schwarz-Gelben mit 27 Punkten und 33:22 Toren auf Tabellenrang drei stehen. Die Gruppenligareserve der Schröcker konnte im Laufe der Saison erst fünf Punkte erspielen, hat hierbei 19 Treffer erzielt und bereits 46 Tore gefangen. Doch Vorsicht ist geboten, das Sprichwort mit dem „angeschlagenen Boxer“ ist wohl jedem geläufig, zumal die Schröcker Reserve des Öfteren auf Unterstützung ihrer ersten Mannschaft zählen kann. Zuletzt waren Julian Kraus und Tim Schäfer aus dem Gruppenligakader im Einsatz, darüber hinaus hat die Mannschaft im Vergleich zum Vorjahr ein etwas anderes Gesicht bekommen. Zwar schnüren immer noch altbekannte Spieler wie Torwart Jonas Wagner oder Mittelfeldabräumer „Jo“ Bodenbenner die Schuhe für die Schröcker, doch insgesamt hat die Mannschaft vom Elisabethbrunnen ihr Personal in dieser Saison erneuert. Ihren einzigen Sieg konnte der FSV mit einem 4:0 gegen Elnhausen feiern, die weiteren Punktgewinne resultierten aus zwei Unentschieden gegen Niederklein/Schweinsberg (5:5) sowie gegen Wehrda II (1:1).

Der SV Mardorf will am Sonntag unbedingt punkten, und das am liebsten dreifach, auch um sich für das Derby und mutmaßliche Spitzenspiel gegen den RSV Rossdorf eine Woche später in eine gute Ausgangssituation zu bringen. Nur ungern erinnert sich Cheftrainer Karsten Kuhl an das letzte Spiel in Schröck. Gegenüber der Oberhessischen Presse äußerte er: „Da haben wir 0:6 verloren. Deshalb haben wir noch etwas gutzumachen. Die Mannschaft arbeitet konzentriert, die Nachwuchsspieler Niklas Rhiel und Till Stephany machen in der Innenverteidigung einen guten Job. Daher gibt es keinen Grund nach der Rückkehr von Co-Spielertrainer Lukas Greb, der nach seiner Einwechslung gegen Rauischholzhausen im Mittelfeld eingesetzt wurde, daran etwas zu ändern. Auch Julian Kräuter steht wieder zur Verfügung, sodass ich die Qual der Wahl habe.“ Schröcks Trainer Jonas Rudolph, der gemeinsam mit Michael Wolff die Mannschaft führt, stellte gegenüber der OP fest: „Das Ergebnis in Bauerbach (4:1) ist deutlich zu hoch ausgefallen. Wir machen das spielerisch immer besser, aber vorne fehlt die Durchschlagskraft. Uns fehlen ein, zwei, drei erfahrene Spieler, die die Jungs an die Hand nehmen.“

Vor dem sonntäglichen Spiel war Florian Mantey bei der SVM-Onlineredaktion zu Gast. Mantey ist nach überstandener Schaffenspause zurück im SVM-Trikot und konnte bisher bei seinen Joker-Einsätzen überzeugen, da er wenig bis gar keine Anlaufzeit benötigt, um ins Spiel zu finden, egal wie dieses gerade verläuft. Sichtlich gut gelaunt gibt Mantey zu verstehen: „Wir sind momentan gut drauf und haben eine gute Reaktion nach dem eher schwachen Amöneburg-Spiel gezeigt. Unser Ziel muss es jetzt sein, oben dran zu bleiben und weiter so ehrgeizig und motiviert Fußball zu spielen. Den kommenden Gegner Schröck II darf man auf keinen Fall unterschätzen, auch wenn sie unten in der Tabelle stehen, auch diese Partie gilt es hochkonzentriert anzugehen. Es sind jetzt noch einige Spiele bis zur Winterpause und wir müssen alles dafür tun, um uns einen kuscheligen Tabellenplatz zu sichern. Persönlich wünsche ich mir zu meinem Geburtstag, der am Samstag ist, mein erstes Tor für den SVM zu schießen, ein Sieg steht allerdings klar im Vordergrund!“

Wir freuen uns auf eine hoffentlich spannende und faire Partie am Elisabethbrunnen und auf das schöne Sportgelände des FSV Schröck. Kommt zahlreich und unterstützt unsere Jungs auf dem Weg zum hoffentlich nächsten Punktgewinn.
19.10.2018: SV Mardorf - Spvgg. Rauischholzhausen
Spielbericht:








Sieg und Niederlage gegen die Spvgg. Rauischholzhausen

Die erste Mannschaft konnte am gestrigen Sonntag ihren beachtlichen Lauf fortsetzen und ging gegen die Spvgg. Rauischholzhausen letztlich verdient mit 3:0 als Sieger vom Platz. Somit ist die Kuhl-Elf seit inzwischen zehn Spielen ungeschlagen. Die Reserve hatte gegen eine gut aufspielende zweite Rauischholzhäuser Mannschaft mit 0:2 das Nachsehen.

Im Vergleich zum letzten Spiel gegen Amöneburg nahm Cheftrainer Karsten Kuhl zwei Veränderungen in der Startelf vor. Für Justus Züchner rückte Marvin Werneburg in den Defensivverbund, Björn Haase ersetzte den erkrankten Julian Kräuter im offensiven Zentrum. Das Spiel begann zunächst träge und war längst nicht so rasant, wie es einige der rund 150 Zuschauer vor Spielbeginn vielleicht annahmen. Die Gäste kombinierten sich nach zwei Minuten über die rechte Außenbahn in Richtung SVM-Tor, doch beim Abschluss von Konstatin Brunnhardt mussten lediglich die treuen Schwarz-Gelben Fans auf dem berühmt berüchtigten „Hang“ in Deckung gehen. Zwei Zeigerumdrehungen später drang auch der SVM das erste Mal in die Rauischholzhäuser Gefahrenzone durch: Paul Kobienia bediente Kapitän Greb, der seinen Bewacher aussteigen ließ und gefühlvoll in die Mitte flankte, doch Haase kam zu spät. Fast das gleiche Spiel rund vier Minuten später. Zunächst behauptete Lukas Wilschke den Ball, bediente den mit aufgerückten Till Stephany, der auf Haase zurücklegte, doch dieser verpasste erneut.

Beide Teams waren um Offensivaktionen bemüht, doch wirklich zwingend wurden diese selten. Ein Freistoß von Alican Akbas landete bei Johannes Greb, sein Kopfball wurde von Gästeschlussmann Dörnfeld abgewehrt (11.), eine Direktabnahme von Wilschke nach einem Akbas-Freistoß ging ein deutlich am Tor vorbei (12.). Die Partie verflachte in der Folge zusehends, in der Offensive fehlte es den Kontrahenten an zündenden Ideen und die Defensivreihen verwalteten das Geschehen geschickt. Und so springen wir bereits in Minute 36, in welcher der SVM in Führung gehen konnte. Ein misslungener Abwehrversuch der Gäste landete vor den Füßen von Marvin „Dybala“ Werneburg, der das Leder humorlos in Richtung Gästetor donnerte und Spvgg.-Keeper Dörnfeld das Nachsehen gab. Und drei Minuten später hätte der SVM mit der schönsten Kombination in Abschnitt eins nachlegen können. Paul Kobienia spielte an der Mittellinie zu Johannes Greb, der auf Frederik Rosenberg passte, Rosenberg bediente direkt wieder Kobienia, der für Haase durchsteckte, doch Haases Torschuss wurde von Keeper Dörnfeld abgewehrt. So landete das Leder bei Daniel Lanio, der das Spielgerät mit links gegen den Querbalken bugsierte. Das war es dann in Abschnitt eins, der umsichtig leitende Schiedsrichter Peter Kißling pfiff zur Halbzeit.

In Abschnitt zwei zog sich der SVM etwas zurück und überlies zunächst den Gästen das Spiel. Die Partie brauchte gut zehn Minuten, ehe sie wieder etwas Fahrt aufnehmen konnte. Rauischholzhausen spielte bis 20 Meter vorm Tor gefälligen Fußball, Torbedrohungen blieben jedoch schüchtern. Brian Davis versuchte es aus der Distanz, verzog aber (67.). Auf Seiten der Heimelf steckte Alican Akbas für Paul Kobienia durch, doch Gästekeeper Dörnfeld hielt stark (73.). In der Folge konnte Lukas Greb nach überstandener Verletzung sein Comeback feiern und durfte sogleich mit seinen Mitspielern das 2:0 bejubeln. Die Rauischholzhäuser Defensive bekam das Spielgerät im eigenen Strafraum nicht geklärt und so landete der Ball vor den Füßen von Paul Kobienia, der im 13. Saisonspiel sein 13. Tor erzielen konnte (74.). Dieser Treffer war Wasser auf die Mühlen des SVM, der in Folge das Spiel wieder besser kontrollierte, ohne dabei zwingend gefährlich zu werden. Zwar boten sich einige Gelegenheiten (Rauischholzhausens Zimmer klärte in höchster Not gegen Kobienia, Gästetorhüter Dörnfeld hielt reaktionsschnell gegen Werneburg sowie bei einem Freistoß von Rosenberg), doch es dauerte bis zur 87. Minute, ehe Lukas Wilschke den Puls der Mardorfer Fans in die Höhe schnellen ließ. Wilschke rannte mit dem Ball am Fuß in der eigenen Hälfte los, ließ Gästespieler Zimmer im Laufduell alt aussehen und überlupfte dann auch noch gefühlvoll Rauischholzhausens Keeper Dörnfeld zum 3:0-Endstand. Großer Jubel bei Spielern und Anhängern. Mehr geschah nicht mehr, der SVM ging letztlich als verdienter Sieger vom Platz, auch wenn das Ergebnis vielleicht um ein Tor zu hoch ausgefallen ist.

Die zweite Mannschaft musste hingegen eine 0:2-Niederlage einstecken. Die Mannschaft von Trainer Brandwein spielte nicht schlecht, musste an diesem Tag aber anerkennen, dass die Gäste das bessere Team waren. Schlussmann Gregor Züchner konnte sich mit einigen Paraden auszeichnen, Chancen für dem SVM II waren Mangelware. Und so sorgten Martin Wellner (41.) und Kai Lennartz (69.) mit ihren Toren für den Gästesieg.

Der SVM ist nächsten Sonntag wieder im Einsatz. Dann geht es zum Tabellenschlusslicht nach Schröck. Vorbericht folgt wie gewohnt.

Und schon wieder ungeschlagen SVM!!



Vorbericht:

Spvgg. Rauischholzhausen zu Gast

Am kommenden Sonntag empfangen beide Mardorfer Teams die Mannschaften der Spvgg. Rauischholzhausen zum Nachbarschaftsduell. Die erste Mannschaft wird dabei mit aller Macht versuchen, ihre tolle Serie von inzwischen neun ungeschlagenen Spielen fortzusetzen. Seit dem 26.08. hat der SVM kein Spiel mehr verloren (sieben Siege, zwei Unentschieden).

Mit der Spvgg. kommt am Sonntag eine der offensivstärksten Mannschaften der A-Liga an die Mardorfer Hardt. Mit Spielern wie Andre Traut, Dennis Visosky, Nicolai Lorch und Thomas Schäfer verfügt Gästetrainer Reinhard Grün über viel Potential in der Offensive, welches so manche Defensivreihe verzweifeln lassen kann. Allein im Monat Oktober haben die Rauischholzhäuser in vier Spielen 17 Tore erzielt. Da kommt es Mardorfs Cheftrainer Karsten Kuhl wohl sehr gelegen, dass sein Abwehrchef und Co-Trainer Lukas Greb nach mehrwöchiger Verletzung wieder zur Verfügung steht und im Defensivbereich für weitere Stabilität sorgen kann.

Vorne geht bei den Grün-Weißen die Post ab, im Abwehrbereich knirscht es hin und wieder: die Spvgg. hat in dieser Saison bereits 29 Tore hinnehmen müssen, das sind die zweitmeisten Gegentreffer der Mannschaften die in der Tabelle zwischen Platz eins und zehn beheimatet sind. Hier gilt es am Sonntag also anzusetzen. Mit Julian Kräuter, Kapitän Johannes Greb, Paul Kobienia, Björn Haase, Alican Akbas und Florian Mantey verfügt der SVM über starke Offensivspieler, die auch gegen die Rauischholzhäuser darauf brennen, die bisher 30 erzielten SVM-Tore weiter hochzuschrauben. Am Sonntag treffen ferner drei der treffsichersten Stürmer der Liga aufeinander. Rauischholzhausens Andre Traut netzte bisher 13 Mal ein, Mardorfs Paul Kobienia konnte sich bislang 12 Mal in die Torschützenliste eintragen und Goalgetter Nicolai Lorch traf bisher ebenfalls 12 Mal in des Gegners Kasten. Der SVM belegt derzeit Tabellenplatz vier mit 24 Punkten und einem Torverhältnis von 30:22, die Grün-Weißen aus Rauischholzhausen liegen auf Tabellenrang acht mit 18 Punkten und 40:29 Toren.

Und dann ist da ja noch die Sache mit der Heimtabelle. Das Mardorfer Sportgelände an der Hardt scheint in dieser Saison zu einer uneinnehmbaren Festung zu werden, denn der SVM ist zu Hause noch ungeschlagen und führt mit 17 Punkten die Heimtabelle an. Von den bisher 24 erspielten Punkten hat der SVM 17 auf eigenem Platz eingefahren. Die Mardorfer Anhänger konnten in der laufenden Spielzeit schon tolle Spiele ihrer Mannschaft bewundern und hoffen auch am Sonntag auf ein Erfolgserlebnis. Doch hierzu sei auch angemerkt, dass das Spiel am vergangenen Sonntag gegen Amöneburg trotz des knappen 1:0-Sieges leistungstechnisch ausbaufähig ist. Cheftrainer Karsten Kuhl, der die dürftige Leistung seiner Mannschaft im besagten Spiel aufgrund seines 30. Geburtstages verpasste, fordert daher von seinem Team eine deutliche Leistungssteigerung, was er auch gegenüber der Oberhessischen Presse deutlich machte. Der Co-Trainer der Gäste, Brian Davis, äußerte im OP-Vorbericht: „Es ist für uns wichtig, dass wir mal über volle 90 Minuten Fußball spielen.“ Laut Vorbericht fehlt den Gästen am Sonntag Torjäger Nicolai Lorch, der wegen Oberschenkelproblemen nicht spielen kann. Lorch wäre aber nicht der erste Spieler, der freitags noch verletzt ist und am Sonntag auf dem Platz steht.

Das Spiel der Reserve war ursprünglich für Freitag, 26.10.2018 angesetzt, wird nun aber doch am kommenden Sonntag ausgetragen. Die zweite Mannschaft der Spvgg. belegt aktuell einen guten vierten Tabellenplatz (25:30 Tore) mit 15 Punkten, sodass sich das Team von Trainer Patrick Brandwein strecken muss, um am Sonntag etwas Zählbares einzufahren. Der SVM II rangiert derzeit mit acht Punkten und 11:19 Toren auf Tabellenrang 10. Verzichten muss Brandwein am Sonntag auf Abwehrorganisator Lukas Schraub, der sich im Testspiel am letzten Sonntag eine Bänderverletzung zugezogen hat. Ferner fehlen Jonas Schmitt und Felix Stephany.

Wir drücken unseren Teams die Daumen. Kommt zahlreich und unterstützt die Mannschaften bei ihren schweren Spielen gegen die Spvgg. Rauischholzhausen. Anpfiff wie gewohnt um 13:00 Uhr und 15:00 Uhr.
14.10.2018: SV Mardorf - TSV Amöneburg
Spielbericht:

SVM meistert die nächste Hürde: 1:0-Derbysieg gegen Amöneburg

Das Derby gegen den TSV Amöneburg konnte die hohen Erwartungen nicht erfüllen. In einem relativ unspektakulären Spiel, in dem die rund 180 Zuschauerinnen und Zuschauer eine Art Sommerkick mit wenig Höhepunkten geboten bekamen, erzielte Paul Kobienia in der 36. Minute den Treffer des Tages.

Co-Trainer Lukas Greb, der den im Urlaub befindlichen Cheftrainer Karsten Kuhl an der Seitenlinie vertrat, nahm im Vergleich zum Bauerbach-Spiel eine Änderung in der Startelf vor. Für Marvin Werneburg rückte Daniel Lanio in den Defensivverbund. Vom Start weg an merkte man bei beiden Teams, dass an diesem sonnigen Tag nichts richtig zusammenlaufen sollte. Eine Flanke von Mardorfs Daniel Lanio wurde von den Gästen abgeblockt (3.), ein Torschuss von Tristan Walther fischte SVM-Schlussmann Ebinger locker ab (5.). Zwei Minuten später steckte Sebastian Kraus für Daniel Höck durch, doch letzterer konnte das Spielgerät nicht mehr erlaufen. Die drei Szenen stehen stellvertretend für eine schwache Anfangsviertelstunde. Das erste Mal brenzlig wurde es nach 19 Minute vor dem TSV-Tor. Eine punktgenaue Flanke von Kapitän Johannes Greb landete bei Alican Akbas, der die Kugel mittels Kopfball in Richtung Gästetor brachte, doch TSV-Keeper Bilal Katucu lenkte den Ball an die Latte und zur Ecke. Die „Berger“ kamen nach 28 Minuten wieder in Tornähe, ein Torschuss von Tristan Walther stellte Keeper Ebinger aber vor keine Probleme. Vier Minuten später legte Kapitän Greb ein tolles Solo auf den Platz, sein Torabschluss wurde von Katucu jedoch sicher abgewehrt.

Mit dem schönsten Spielzug des Tages ging der SVM dann in Führung. Justus Züchner bediente Julian Kräuter, der überlegt zu Paul Kobienia weiterleitete und dieser zeigte sich vor dem Tor wie so oft in den letzten Wochen eiskalt und verwandelte zum 1:0. Kobienia konnte mit diesem Treffer sein 12. Tor im 12. Spiel feiern. Zwei Zeigerumdrehungen später bekamen die Gäste einen Freistoß zugesprochen. Ensar Turgut legte sich das Leder in rund 18 Metern Torentfernung zurecht, stellte SVM-Schlussmann Ebinger aber vor keine Probleme. Die größte Chance in Halbzeit eins hatte der TSV dann in Minute 41. Justus Züchner verlor das Leder im Mittelfeld, TSV-Kapitän Sebastian Kraus bediente Julian Aschenbach, der frei vor Keeper Ebinger auftauchte, aber am Kasten vorbeizielte. Schiedsrichter Bernd Reinig bat sodann zum Pausentee.

In Abschnitt zwei präsentierten sich beide Teams offensiv uninspiriert, Umschaltaktionen gelangen selten und die Ballverluste häuften sich. Der SVM verwaltete die Führung einigermaßen geschickt, die Gäste waren größtenteils nur durch Standardsituationen gefährlich. Doch zunächst war der SVM am Zug. Einen Freistoß von Alican Akbas verlängerte Kapitän Greb geschickt mit dem Kopf, verfehlte das Gästetor aber deutlich. Für den TSV trat Ensar Turgut nach 49 Minuten zum Eckball an, sein Schuss fand in Hakan Keskin einen dankbaren Abnehmer, sein Kopfball wurde abgeblockt und landete erneut bei Turgut, der die Kugel an die Oberkante des Querbalkens setzte. Und nach einer Flanke von Julian Aschenbach war Keskin erneut zur Stelle, konnte den Ball aber wieder nicht im Tor unterbringen (54.). Viel mehr gibt es für den zweiten Abschnitt eigentlich nicht zu vermelden. Ensar Turgut versuchte es aus der Distanz, SVM-Torwart Ebinger hielt sicher (55.), Daniel Lanio bediente Greb, dieser schoss über das Gehäuse (82.) und den Schlusspunkt setzte Amöneburgs Sebastian Kraus, doch auch sein Torschuss ging am Kasten vorbei (89.).

Und so endete ein eigentlich typisches 0:0-Spiel siegreich für den SVM, weil es die Heimelf schaffte, einen schönen Spielzug gelungen zu Ende zu spielen und weil sich der Schwarz-Gelbe Defensivverbund schadlos hielt. Am kommenden Sonntag ist die Spvgg. Rauischholzhausen zu Gast. Der SVM wird sich wieder steigern müssen, um die tolle Serie von inzwischen neun Spielen ohne Niederlage aufrecht zu erhalten.





Bilder: Christoph Stephany






Vorbericht:

Derbyzeit: SVM empfängt den TSV Amöneburg

Am kommenden Sonntag empfängt der SVM den TSV Amöneburg zum Stadtderby. Schiedsrichter Bernd Reinig gibt die Partie um 15:00 Uhr frei. Eventuell trägt auch die Reserve ein Testspiel aus, dies stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest.

Der SV Mardorf und der TSV Amöneburg standen sich zum letzten Mal am 01.04.2013 in einem regulären A-Ligaspiel gegenüber. Dieses konnte der SVM, damals noch unter Leitung von Klaus Umbeck, mit 3:1 gewinnen und musste am Saisonende den A-Ligaverbleib über die Relegation sichern. Die Amöneburger stiegen in besagter Spielzeit in die B-Liga ab und klopften in den Folgejahren immer mal wieder an der Tür zur A-Liga, mussten sich aber bis zum letzten Sommer gedulden, ehe der Aufstieg in die höhere Spielklasse gelang. Das letzte Pflichtspiel zwischen den sonntäglichen Kontrahenten außerhalb der A-Liga liegt noch gar nicht so lange zurück, die meisten Anhänger dürften sich erinnern. Am 03.06.2017 gewann der SVM das erste Spiel der damaligen Relegationsrunde mit 3:0 gegen die Berger (Torschützen: Doppelpack Alican Akbas, Marvin Werneburg).

Die Spiele gegen den TSV Amöneburg waren in der Vergangenheit immer recht turbulent und spannend, mal ging es heiß zur Sache, im seltensten Fall konnten sich die Zuschauer über Langeweile beklagen. Tore gab es dabei auf beiden Seiten zuhauf und oftmals fielen diese erst kurz vor Spielschluss und sorgten so bei den jeweiligen Fanlagern für Freude. Auch die Unparteiischen hatten des Öfteren eine besondere Rolle inne, stellenweise agierten sie mehr als Künstler, die ordentlich Farbe in Form von gelben und roten Karten verteilten. Doch es soll kein falscher Eindruck erweckt werden: auch wenn es auf dem Platz hoch her ging, unfair waren die Spiele selten.

In der aktuellen Spielzeit verfügt der TSV über einen stabilen Kader. Der Defensivverbund wird von Hakan Keskin und Serkan Erdal geführt, im Mittelfeld dirigieren die Kraus- und Walther-Brüder das Berger Spiel. Mit Günay Özbay und Ensar Turgut verfügt Trainer Marc Cholibois zudem über zwei agile Spieler in der Offensive. Doch aktuell geht der TSV personell auf dem Zahnfleisch. Janis Walther kuriert noch eine Kreuzbandverletzung aus, Serkan Erdal sah im letzten Spiel gegen den SV Großseelheim die Rote Karte und auch Günay Özbay hat sich in Großseelheim verletzt. Dieses Spiel verlor der TSV übrigens knapp mit 1:0. Zuvor kassierten sie auch schon zwei Niederlagen (1:2 zu Hause gegen Momberg, 4:1 in Bauerbach), konnten sich aber gegen die FSG Südkreis mit 2:0 behaupten. Somit belegt der TSV aktuell Tabellenrang neun mit 20:17 Toren.

Der SVM zeigt sich derzeit in guter Verfassung und ist seit acht Spielen ungeschlagen (sechs Siege, zwei Unentschieden). Somit belegt die Mannschaft von Cheftrainer Karsten Kuhl nach elf Spieltagen einen hervorragenden vierten Tabellenplatz mit 29:22 Toren und 21 Punkten. Die Mannschaft wird alles daran setzen, diese Serie auch am Sonntag fortzusetzen. Lukas Greb wird hierbei noch nicht helfen können, er peilt sein Comeback für das nächste Spiel gegen Rauischholzhausen an. Dafür stehen Björn Haase und Daniel Lanio wieder zur Verfügung, der Einsatz von Julian Kräuter ist hingegen noch fraglich. Das im Derby kein Spieler besonders motiviert werden muss, versteht sich wohl von alleine. Eine weitere Motivation sollte die bis dato tolle Heimbilanz sein. Vor eigenem Publikum konnte der SVM 14 Punkte erspielen, ist zu Hause somit noch ungeschlagen und führt auch die Heimtabelle der A-Liga an.

Vor der Partie war Justus Züchner bei der Online-Redaktion zu Gast. Züchner freut sich auf das Derby am Sonntag und berichtet voller Vorfreude: „ Die letzte Spiele liefen gut. In Bauerbach hätten wir in Abschnitt eins mehr aus unseren Torchancen machen müssen. Am Sonntag heißt es dann SVM gegen den TSV, nur ein Buchstabe macht den Unterschied. Und so kann auch am Sonntag schon ein Tor den Unterschied ausmachen. Ich freue mich riesig auf dieses Spiel.“ Und augenzwinkernd fügt Züchner hinzu: „Mei Oma hod gesat, ech deff nami hem komme wann mir verliern!“

Gegenüber der Oberhessischen Presse äußerte sich Mardorfer Cheftrainer Karsten Kuhl sowie Amöneburgs Spielausschussobmann Volker Schlosser. Letzterer hat erkannt, dass sein Team mit einer kleinen Negativserie ins Derby geht: „Wir haben jetzt drei Niederlagen in Folge kassiert“, so Schlosser. Mardorfs Chetrainer Kuhl gab zu verstehen: „Wir haben das Selbstvertrauen und wollen die drei Punkte holen.“

Wir wünschen dem Derby einen spannenden und fairen Verlauf und drücken unserem Team die Daumen. Kommt zahlreich und unterstützt unsere Mannschaft.